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Preise im Handwerk
Welche Größen einen Preis im Friseurhandwerk bewegen. Die erhobenen Beträge für Köln stehen in der Preisübersicht; hier steht die Mechanik dahinter.
Wo die Zahlen stehen
Die erhobenen Beträge für Köln stehen unter Was ein Schnitt in Köln kostet: Median und Spanne je Position, aus öffentlich einsehbaren Preislisten Kölner Betriebe, mit Fallzahl und Erhebungsdatum. Was dort noch nicht erhoben ist, trägt keinen Wert, sondern den Hinweis darauf; eine Zahl ohne Grundlage sähe präzise aus und wäre erfunden.
Diese Seite hier beschreibt die Mechanik dahinter. Wer sie kennt, kann ein Angebot einordnen, auch dort, wo es von jedem Median abweicht.
Der Stuhl ist die Einheit
Ein Friseurbetrieb verkauft im Kern belegte Stuhlzeit. Alles, was einen Termin verlängert, verteuert ihn, und alles, was ihn verkürzt, entlastet die Kalkulation. Deshalb kostet eine Freihandtechnik über die volle Länge mehr als eine Ansatzfarbe, auch wenn beides “Farbe” heißt.
Was in die Kalkulation eingeht
Am Kopf: Haarlänge und Dichte bestimmen Materialverbrauch, Einwirk- und Trockenzeit. Die Ausgangsfarbe bestimmt, wie viele Arbeitsgänge bis zum Ziel nötig sind. Vorbehandlungen im Haar erzwingen Zwischenschritte, die vorher niemand einplanen konnte.
Am Verfahren: Handarbeit dauert länger als ein Schema. Jeder zusätzliche Arbeitsgang bindet den Stuhl. Beratung und eine Strähnenprobe sind Arbeitszeit, auch wenn sie auf keiner Karte stehen.
Am Betrieb: Miete, Energie, Wasser, Versicherungen und Geräte laufen weiter, auch wenn niemand auf dem Stuhl sitzt. Ausbildung kostet Zeit von Ausbildenden. Die Qualifikation der Person am Stuhl wird unterschiedlich kalkuliert.
In der Steuer: Auf Friseurdienstleistungen liegt in Deutschland der reguläre Umsatzsteuersatz. Der ausgewiesene Preis ist für Endkundinnen und Endkunden ein Bruttopreis.
Was der Preis nicht verrät
Ein Preis sagt nichts darüber, ob das Ergebnis zu jemandem passt. Er sagt auch nichts darüber, ob der Betrieb einen Meistertitel führt: Das steht in der Handwerksrolle, nicht auf der Preiskarte. Und er sagt nichts darüber, ob eine Nachbesserung inbegriffen ist. Das gehört ins Vorgespräch.
Die brauchbare Frage
Statt nach einem Preis zu fragen, lässt sich fragen: Was kostet dieser Weg nach Ihrer heutigen Einschätzung, wovon hinge es ab, wenn es mehr wird, und sagen Sie mir Bescheid, bevor es mehr wird? Diese Frage bekommt eine belastbare Antwort. “Was kostet Balayage?” bekommt keine.